BCB, Rum Fest & Rock´n´Roll

Puhhh 5 Tage Berlin, 2 Messen und diverse Veranstaltungen. Wo fängt man da am besten an?

Für mich hat die Berlinreise auf dem Rumfest angefangen. Um 14 Uhr haben mich meine Mitstreiter (Münster und Düsseldorf) vor der Halle rausgeschmissen und ich habe mir erst mal einen Überblick über das Angebot auf dem Rumfest verschafft. Erster Eindruck: Ohne an Ständen stehen zu bleiben ist man in 60 Sekunden ein Mal über die Messe gelaufen.

Ich war allerdings auch nur so früh hier, da ich noch um 15 Uhr an der Tiki Competition teilgenommen habe. Also erst mal zu Stephan und Alex am Tiki Lover Stand. Nach ein paar leckeren Drinks haben sich alle Teilnehmer an der Bühne versammelt und durften ohne Zeitlimit und Restriktionen ihren Drink mixen. Fertig ist fertig wenn ich sag ist fertig. Fertig! Sehr entspannt alles. Die Drinks wurden nun von der Jury bewertet und kurze Zeit später bekanntgegeben. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle an Krischan Knoll der sich den Preis mit seinem Drink verdient hat.

Der Gewinnerdrink

LITTLE POLYNESIAN (Krischan Knoll)


20ml (3/4 oz) Tiki Lovers White Rum
20ml (3/4 oz) Tiki Lovers Dark Rum
20ml (3/4 oz) Orgeat
20ml (3/4 oz) fresh lime juice
40ml (1,5 oz) fresh unsweetened pineapple juice
2 springs sage
1 bsp (2 ml) Pimento Dram Liqueur

Methode:
“Burn Sage in mixing glass with Tiki Lovers Dark Rum +
Add all other Ingrediens + Shake with ice cubes +
Strain on crushed ice into Tiki Mug”

Danach noch ein wenig über das Rumfest geschlendert, mit Bekannten geschnackt und noch den ein oder anderen Rum verköstigt. Ich musste hier wieder feststellen, dass mir vielfach die jüngeren Rums eher liegen als die älteren Kollegen. Der El Dorado 12 ist mir lieber als der El Dorado 15 und ebenfalls lieber als der 21-jährige. Die jüngeren aus der Dictator-Reihe fand ich ebenfalls besser. Rum Fire durfte ich in Wien schon probieren, musste aber hier auch wieder feststellen was dies für ein grandioser Rum zum Mixen ist. Für seine 63% unglaublich mild, dafür das er ungelagert ist hat ist er sehr körperreich und dazu noch angenehm fruchtig. Im Daiquiri und auch im Mai Tai ist er spitzenklasse.

Pfeffi macht den Punk kaputt!

Pfeffi macht den Punk kaputt!

Der Abend führte uns danach noch in die Green Door Bar, danach ins Stagger Lee und später noch auf ein Punkkonzert im Tommyhaus. Ein schönes Kontrastprogramm. Verköstigt wurden unter anderem dort lokale Biere und kleine grüne Ostliköre („Pfeffi macht den Punk kaputt!“). Der Pfeffi war wahrscheinlich auch Schuld an dem nicht so angenehmen Morgen danach. Vielleicht waren es aber auch noch die Biere in unser Rock´n´ Roll Herberge nach dem Konzert an der Theke.

Stärkung in der Rock´n´Roll Herberge

Stärkung in der Rock´n´Roll Herberge

Dank ausgiebigem Frühstück haben wir uns aber schnell berappelt und sind wieder auf das Rum Fest. Festzuhalten wären hier noch die lustigen Gesprächsrunden mit Joe von Fee Brothers. Ein sehr lustiger und sympathischer Kerl, wenn auch „ein wenig“ verrückt.  Hängengeblieben sind später noch diverse Drinks von Oli bei dem wir die letzte Stunde der Messe an der Theke verbracht haben. Diskussionen über versnobte Düsseldorfer, Döner vom Kobe-Rind, Blattgoldburger und ähnliche Wortfetzen hängen mir da noch im Kopf. Ein schöner Ausklang der Rum-Messe. Danke, Oli!

Oliver von Carnap (Döner vom Kobe-Rind-Spezialist)

Oliver von Carnap (Kobe-Rind und Blattgoldspezialist)

Kurze Zusammenfassung des weiteren Abends:

Taxi – Armano Bar – Bier getrunken – sich mit Leuten unterhalten – Laden wurde voll – Taxi – Rock´n´ Roll Herberge – Tannenzäpfle vom Fass – Kickern – Bett

Der nächste Morgen war nach ausgiebigem Frühstück und Duschen einigermaßen erträglich und wir haben uns nun auf das BCB 2011 gefreut. Angekommen wurde man durch St. Germain begrüßt und bekam einen St. Germain Cocktail auf die Hand. Ein schöner Start! Das Barconvent war dieses Jahr noch größer und es waren wieder viele interessante Aussteller vor Ort. Braufactum hat mich sehr gefreut. So konnte man mal ein paar wirklich interessante Biere probieren. Ich werde dort bestimmt noch mal das ein oder andere Bier bestellen. Ein schönes Konzept mit wirklich schönen Produkten. Auch die Essensausgabe lief dieses Mal besser, allerdings immer noch nicht ganz rund. Die meisten Leute mussten relativ lange im Regen anstehen. Schade. Was dieses Mal ebenfalls schlechter lief war die Versorgung mit Wasser. Die Kühlschränke waren regelmäßig leer und wurden nur sporadisch aufgefüllt. Allerdings war dies hier noch besser gelöst als auf dem Rum Fest wo man 3€ für sein Wasser bezahlen musste.

Am Havana Club Stand durfte ich nun auch meinen mir zugeschickten Schlüssel einlösen. Für den Schlüssel bekam man hier nun einen limitierten Bitter der in Zusammenarbeit von Havana Club mit The Bitter Truth entstanden ist. Ich freue mich schon auf die ersten Cocktails mit diesem Bitter. Sehr aromatisch, rumlastig und einen starken Geschmack von exotischen Früchten.

Ansonsten aber ein grandioses Event. In den meisten Belangen gefiel mir das BCB 2011 besser als im Vorjahr. Vielen Dank dafür. Ich freue mich auf das nächste Jahr.

Gin & Tonic in der Dönerbude

Gin & Tonic in der Dönerbude

Nach dem Barconvent sind wir noch auf ein zwei Biere in unsere Herberge gefahren um danach die Reise zum Barmudadreieck anzutreten. Mehrere Bartender haben sich drei Locations vorgenommen in denen ansonsten keine Cocktails angeboten werden und servierten dort feinste Drinks während das Tagesgeschäfft des jeweiligen Ladens weiterlief. Die Locations waren eine Dönerbude, ein Thai-Imbiss und Gaby´s Treff. Ein fantastisches Event.

Clockwork Manhattans

Clockwork Manhattans

In Gabys Treff wurden uns leckere Manhattans gemixt und in der Dönerbude später haben wir noch ein paar Gin & Tonics und einen Döner zu uns genommen. Chapeau! In den Thai Imbiss haben wir es leider nicht mehr geschafft. Der Abend endete wie immer an der Theke der Rock´n´ Roll Herberge.

Morgen Nr. 3

Der Körper wehrt sich langsam aber sich gegen unseren Lebensstil in Berlin. Zu Recht! Nach einem wie immer guten Frühstück ging es tapfer weiter auf den zweiten Tag des BCB. Alle zwei bis drei Meter sah man Personen mit einer Bloody Mary in der Hand. Anderen ging es anscheinend ähnlich. Danke an Jacob vom Stagger Lee für den Eröffnungsdrink Bloody Maria. Ich habe mich an diesem Tag deutlich zurückgehalten und mir einige Vorträge angehört und mich mit vielen Bekannten unterhalten. Später haben wir noch die Restzeit in der Diageo World Class Bar verbracht. Respekt an alle Barteams der beiden Tage. Die Drinks waren alle hervorragend. Großes Lob auch an das Goldene Bar Team. Es war der beste Blood & Sand den ich jemals getrunken habe. Dankeschön!

Klaus St. Rainer und das Team der Goldenen Bar

Klaus St. Rainer und das Team der Goldenen Bar

Nach der Messe ging es wieder in die Herberge und kurz danach weiter zu Mike in die Triobar. Dort zum wiederholten Mal unsere Nachbarn Eve & Alex aus der Rock´n´ Roll Herberge getroffen (spooky) und Mike hat uns aufgezeigt das wir zu schwach für seine Drinks sind. Ja ja 4 Tage haben einem übel zugespielt und Mike begann das Mixen des Mai Tais für uns mit einem „Nun dreht euch alle um und sagt: Tschüß Bochi!“. Er sollte Recht behalten. Ein wirklich leckerer (Overproofed) Mai Tai dem ich meinem Magen aber auch nur noch nach 4 geschmolzenen Eiswürfeln zumuten konnte. Zur Entspannung gab es danach ein Longdrink. Der Dark & Stormy machte seinen Namen allerdings alle Ehre und bestand ebenfalls geschätzt zur Hälfte aus Overproof-Rums. Wieder lecker, leider wieder für mich zu hart. Aber ich habe es ja nicht anders gewollt. Mike war dann aber sehr gutmütig und brachte unserem „Kindertisch“ noch einen Pitcher mit Ginger Beer zum strecken. Danach gab es noch lustige Unterhaltungen und einen Gin & Tonic. Gegen 2 Uhr haben wir die Triobar verlassen und sind wie immer noch auf ein paar Bierchen in unsere Herberge.

Am nächsten Morgen waren wir uns alle einig. Keinen Alkohol! Wir sind noch enstpannt durch Berlin gelaufen und waren abends lecker vietnamnesisch essen. Danach ging es früh ins Zimmer und wir  haben uns noch das abendliche Fernsehprogramm angeschaut.

Hier war nun eine erlebnisreiche Tour zu Ende und wir fuhren wieder in unser ruhiges und behütetes Münster.

Ein riesiges Dankeschön für diese tolle Reise gilt unter anderem:

Daniel, Nick, Bauer, dem ganzen Team der Rock´n´ Roll Herberge, Eve, Alex und Kollegen aus HH, Mike Meinke, Dirk Becker, Oliver von Carnap, Jacob Etzold, Christian Balke, Bastian Heuser, Klaus St. Rainer und seinem Team,  Stephan Berg,  Alexander Hauck, Angus Winchester, Thomas Henry, Johannes Möhring, Zack, Krischan Knoll, Talex, allen C&D Leuten und vielen vielen anderen mit denen wir eine schöne Zeit in Berlin verbringen durften.

Bis zum nächsten Jahr!

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